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News-Meldung:

Nächste Schritte in Richtung E-Prüfungen an der RUB

18.10.2019

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Elektronische Klausuren mit automatisch auswertbaren Aufgaben tragen zu einer erheblichen Zeitersparnis bei. Das Dezernat 5, IT.SERVICES und das Zentrum für Wissenschaftsdidaktik arbeiten inzwischen intensiv an diesem Projekt.

Elektronische Klausuren mit automatisch auswertbaren Aufgaben tragen zu einer erheblichen Zeitersparnis bei. Die Medizinische Fakultät macht es seit 2017 vor, wie E-Prüfungen an der RUB funktionieren können. IT.SERVICES berichtete damals über die Kooperation mit UCAN und die Vorteile von E-Prüfungen für Lehrende und Studierende. Im Sommer hat das Rektorat beschlossen, einen zentralen Service für E-Prüfungen zu etablieren mit den Komponenten Raum, IT-Ausstattung, Prüfungssoftware und Support. Das Dezernat 5, IT.SERVICES und das Zentrum für Wissenschaftsdidaktik arbeiten inzwischen intensiv an diesem Projekt.


Auf der Suche nach einem geeigneten Raum

Viele Studierende benötigen viel Platz. Und genau da lag auch das größte Problem bei der Suche nach einem geeigneten Raum auf dem Campus. Zentral sollte er liegen, nicht an einer Außenstelle, um Pendeln zu vermeiden. Nun steht fest: GAFO E04 mit insgesamt 255 Plätzen soll es werden. In der ehemaligen Bibliothek der Psychologie sollen zwei Räume mit 170 und 85 Plätzen entstehen, die getrennt oder zusammen genutzt werden können. Ein Bereich für behinderte Studierende soll zusätzlich eingerichtet werden. 

Finanzielle Förderung für Hardware durch DH.NRW

Unterstützt wird das Projekt durch die Digitale Hochschule NRW (DH.NRW). Die Kooperationsgemeinschaft sieht Förderungen für die Etablierung von E-Prüfungen an Hochschulen in NRW vor. Auch die RUB hat einen entsprechenden Antrag auf Förde-rung gestellt, um den Raum in GAFO mit geeigneter Technik ausstatten. Die Genehmigung der finanziellen Förderung liegt bereits vor.

Klausuren schreiben mit der richtigen Software

Neben der Hardware benötigt man für die Durchführung von E-Prüfungen natürlich eine geeignete Software. Zum Einsatz kommen Moodle und DYNEXITE. Sowohl Moodle als auch DYNEXITE sind Open Source Software und müssen nicht lizensiert werden. DYNEXITE wurde an der RWTH Aachen entwickelt und ist dort bereits erfolgreich im Einsatz. In kleineren Pilotprojekten soll der Einsatz der beiden Systeme getestet, optimiert und möglichst auch kombiniert werden. 

Vorteile von E-Prüfungen

Die Korrektur von Klausuren ist sehr zeit- und personalaufwändig. Gerade in Fächern mit hohen Studierendenzahlen müssen Studierende daher oft lange auf ihre Prüfungsergebnisse warten. E-Prüfungen tragen mit automatisch auswertbaren Aufgaben nicht nur zu einer erheblichen Zeitersparnis bei sondern erhöhen auch die Objektivität und Qualität bei der Auswertung.


Freitextaufgaben können nicht automatisiert korrigiert werden, jedoch ist die Lesbarkeit der Antworten deutlich erleichtert. Lösungen können beliebig oft und ohne Durchstreichen korrigiert wer-den – unübersichtliche und nicht lesbare Klausurbögen gehören damit der Vergangenheit an. Ein weiterer Pluspunkt: die vielen verschiedenen Fragetypen können mit unterschiedlichen Medien (Bildern, Videos, Audio, etc.) ergänzt und unterstützt werden. Aufgaben können per Zufallsgenera-tor zusammengestellt werden, sodass ein Abschreiben fast unmöglich ist.

Aufbau- und Pilotphase

Das Projekt wird von einer Gruppe interessierter Lehrender aller Fakultäten begleitet. So können Lösungen in das Vorhaben Einzug finden, die vielen möglichen E-Prüfungen auf dem Campus dienen. Es finden regelmäßig Treffen statt, um die Aufbau- und Pilotphase zu begleiten. Interessierte Lehrende werden gebeten sich mit IT.SERVICES per E-Mail an e-assessment@ruhr-uni-bochum.de oder telefonisch über die Nummer +49 234 32 29662 in Verbindung zu setzen.