Inklusion von Studierenden mit Behinderung

An einer Hochschule für Alle stehen behinderte oder chronisch kranke Studierende und deren Lehrende manchmal vor besonderen Herausforderungen.

Hierbei gilt es die Anforderungen der Lehre mit denen der körperlichen, seelischen, geistigen oder Sinnesbehinderung zu vereinbaren. Bei allen dadurch auftretenden Schwierigkeiten sind wir Ihnen in Kooperation mit dem Beratungszentrum zur Inklusion Behinderter (BZI) gerne behilflich.


Zu unseren Serviceleistungen gehören:

  • Betrieb einer barrierefreien CIP-Insel im Gebäude SH Ebene 0 Raum 36 mit sechs höhenverstellbaren Tischen, einer Vergrößerungskamera und weiteren technischen Hilfsmitteln.
  • Beratung hinsichtlich der Einrichtung institutseigener barrierefreier Arbeitsplätze und Medienangebote.
  • Aufsicht bei der Durchführung von Klausuren in der CIP-Insel im Rahmen eines Nachteilsausgleichs.
  • Aufarbeitung von Lehr- und Klausurmaterialien (Digitalisierung, Braille-Umwandlung).
  • Verleih von Hilfsmitteln.

Nachteilsausgleich

Studierende mit Behinderung oder einer chronischen Krankheit erbringen ihre Leistungen inhaltlich zu den gleichen Bedingungen wie alle Kommilitonen, benötigen hierfür jedoch individuelle Hilfsmittel, Schreibzeitverlängerungen, alternative Prüfungsformen oder besondere räumliche Ausstattungen. Insbesondere bei Klausuren kann es hierbei zu räumlichen oder technischen Komplikationen kommen. Wir bieten die Möglichkeit, die Klausur in der CIP-Insel im Studierendenhaus (SH) schreiben zu lassen. Hierfür setzen Sie sich am besten möglichst frühzeitig mit dem Prüfer in Verbindung und weisen ihn darauf hin. Der Prüfer sendet dann dem BZI die Vereinbarung zur Klausuraufsicht spätestens eine Woche vor dem Klausurtermin zu. Das weitere Vorgehen besprechen wir dann im Einzelfall.

Neun neue barrierefreie Arbeitsplätzen in IA

Studieren ist schon ohne körperliche Einschränkungen anstrengend genug. Die RUB möchte das Studium für alle Studierenden so angenehm wie möglich gestalten und den Service für behinderte Studierende erweitern. Deshalb gibt es ab dem 7. Oktober 2019 im Gebäude IA einen neuen Computerraum mit neun Arbeitsplätzen mit besonderer Ausstattung. Der Raum ist eine Ergänzung zu den bereits vorhandenen Computerräumen für behinderte Studierende im Beratungszentrum zur Inklusion Behinderter (BZI) und in der Universitätsbibliothek.

Im neuen PC-Pool Inklusion im Raum 105/109 auf Etage 00 im Gebäude IA befinden sich insgesamt neun stationäre Computer. Drei der neun Arbeitsplätze sind elektrisch höhenverstellbar und somit individuell an die körperlichen Bedürfnisse anpassbar. Große 24 bis 27 Zoll Monitore ermöglichen nicht nur ein hochauflösendes Bild, sondern auch eine optimale Positionierung durch einen Schwenkarm. So lässt sich der Bildschirm immer in die perfekte Position bringen.

Optimale Aussattung für angenehmes Arbeiten

Zwei hochauflösende Vorlagenlesekamerasysteme ermöglichen an individuellen Großschrift-Arbeitsplätzen eine gestochen scharfe, kontrastreiche und flimmerfreie Bilddarstellung von Dokumenten oder Gegenständen. Mittels eines OCR-Scanners ist es möglich, Dokumente zu scannen und in bearbeitbare und durchsuchbare Dokumente umzuwandeln. Zeitgleich sorgt eine spezielle Software für die kombinierte Nutzung von Zoom-Texten und Sprachausgabe. So können Studierende mit einer Sehbehinderung den Text in 36-facher Vergrößerung des normalen Bildschirminhaltes lesen, während er gleichzeitig durch eine Stimme vorgelesen wird.

Außerdem verfügt der Raum über eine Braillezeile, über die Texte mit den Fingern gelesen werden können. Ein dimmbares Oberlicht sowie Stellwände zur Abtrennung der einzelnen Arbeitsplätze ermöglichen eine angenehme und ruhige Arbeitsatmosphäre.

Nutzung und Öffnungszeiten

Der Raum steht allen behinderten Studierenden montags bis freitags von 8 bis 16:30 Uhr zur freien Nutzung zur Verfügung.